Hände hoch für Waffenkontrolle!

Amnesty-Kampagne für internationale Kontrolle im Waffenhandel

Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt, dies sind eine halbe Million Menschen im Jahr. Amnesty International setzt sich seit Jahren beharrlich für strenge Regeln zur Kontrolle des Waffenhandels ein. 2009 beschlossen die UNO-Mitgliedsstaaten endlich, dass es Zeit ist für einen weltweit gültigen Vertrag zur Kontrolle des Waffenhandels. Für den Export und Import von Rüstungsgütern sollen “höchstmögliche gemeinsame internationale Standards” gelten. 2012 gab es die ersten Verhandlungen und in diesem Jahr kann dieser Vertrag in der UNO beschlossen werden – eine historische Chance.

Für den Handel mit Waffen gibt es weniger Regeln als für den Handel mit Bananen. Deshalb setzten wir uns gemeinsam mit Amnesty Mitgliedern auf der ganzen Welt für einen starken Vertrag zur Waffenkontrolle, auf Englisch Arms Trade Treaty, ein. Vom 18. bis zum 28. März 2013 finden die nächsten Verhandlungen zum ATT bei den Vereinten Nationen in New York statt. Wir fordern vor allem von den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates, allen voran den USA, sich einem starken Vertrag zur Waffenkontrolle nicht zu verweigern. Falls ihr noch nicht unterschrieben habt, könnt ihr euch noch nicht mehr an der Online-Petition an Präsident Obama beteiligen.

Aktionen zur Waffenkontrolle an der FU

Im Rahmen der Kampagne zum internationalen Waffenhandel und seiner Kontrolle haben wir an der FU Berlin mehrere Infostände durchgeführt. Bei diesen wurden fast 500 Unterschriften für die Petition zur internationalen Waffenkontrolle gesammelt. Die Stände waren mit nachgebauten Waffenkisten, Gewehr- und Granatattrappen sowie Infomaterial bestückt und vorbeilaufende Studierende wurden von uns mit der Frage “Was hältst du vom internationalen Waffenhandel?” zum Halten und nach kurzem Nachdenken auch meist zu einer Unterschrift gebracht.

Infostand zur ATT-Kampagne in der Schloßstraße
Hände hoch für Waffenkontrolle in der Schloßstraße

Anlässlich der im Juli 2012 stattfindenden Verhandlungen zu einem internationalen Waffenhandelsabkommen veranstalteten wir eine Filmvorführung in der b-Lage in Neukölln mit anschließendem Vortrag und Diskussion mit Dr. Mathias John, Rüstungsexperte von Amnesty International. Gezeigt wurde der Film Lord of War der mit seiner drastischen Darstellung des Waffenschmuggels in das Thema einführte. Mathias John gab anschließend die passenden Informationen zum internationalen Waffenhandel, die größten Produzenten, Menschenrechtsverletzungen durch Waffen und die Forderungen von Amnesty. Es wurde deutlich, dass nur internationale Standards im Waffenhandel sicherstellen können, dass Staaten nur noch Waffen in Länder und Regionen exportieren, wo diese nicht für Menschenrechtsverletzungen verwendet werden. Daher fordern wir: Hände hoch für Waffenkontrolle in den internationalen Verhandlungen zum Arms Trade Treaty!


Weitere Informationen zum Thema findet ihr hier: