Kinder brauchen Liebe – keinen Sex!

Film- und Themenabend zum Thema Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern

Erneut lud die AG Kinderrechte zu einem Film- und Themenabend ein: Vor weit über 70 Zuschauern wurde am 01. Juli 2013 der Spielfilm „Operation Zucker“ im Sputnik Kino in Berlin-Kreuzberg gezeigt. Die anschließende Diskussionsrunde bot die Möglichkeit, offen gebliebene Fragen mit geladenen Gästen zu besprechen. Wie schon ein vergangener Filmabend, wurde auch diese Veranstaltung in Kooperation mit UNICEF Berlin organisiert.

Flyer zum Film- und Themenabend: Kinder brauchen Liebe - keinen Sex!

Jedes Jahr werden mindestens zwei Millionen Kinder Opfer von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung. Sie werden verschleppt, verkauft, in Bordellen gefangen gehalten, vergewaltigt und vor laufender Kamera gequält.

OPERATION ZUCKER

“Wo Kinder verkauft werden, ihr Lachen verstummt, ihre Seelen zerbrechen – das ist der Ort, wo OPERATION ZUCKER beginnt. Basierend auf wahren Geschehnissen, wirft dieser Film Licht auf das abscheuliche Geschäft mit Kindern in unseren westlichen Wohlstandsgesellschaften.”

Der Film von Regisseur Rainer Kaufmann erzählt die Geschichte der zehnjährigen Fee, deren Leben eine dramatische Wende erfährt, als sie von ihrem Vater in den rumänischen Karpaten in die Hände unbekannter Männer gegeben und kurz darauf bei einer Auktion an einen Berliner Kinderhändler verkauft wird. Fee findet sich in einem Berliner Club wieder, der pädophilen Freiern als Tarnung dient: nach außen hin ein Club für Singles, hinter den Kulissen ein Kinderbordell. Neben den abscheulichen Machenschaften der Kriminellenringe wird auch der beschwerliche Kampf der Behörden gegen solches Unrecht mit einer erschütternden Realitätsnähe dokumentiert.

Die Referenten Margarete Muresan und Barbara Eritt (beide KOK e.V. / IN VIA) sowie Udo Wölkerling (Psychologe, “Kind im Zentrum“) gingen im Anschluss an den Film auf Fragen der Zuschauer ein. Sie gaben einen Einblick in ihre Arbeit mit Betroffenen und erläuterten die Strukturen ihrer Hilfsorganisationen. Auch zeichneten sie die Organisationsstrukturen dieser Verbrechen nach und stellten mögliche Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung dar. Niemand konnte es fassen, dass der Film tatsächlich auf realen Geschehnissen basiert. Wie ist es möglich, dass solch grausame Geschehnisse in unserer unmittelbaren Umgebung vor sich gehen können?

Zudem nahm UNICEF Berlin die Aktion zum Anlass, um Unterschriften für mehr Schutz und Hilfe für die Opfer von Menschenhandel zu sammeln. Die gesammelten Unterschriften wurden am 15. Juli 2013 an MdB Dr. Eva Högl (SPD) übergeben, um dem Thema Menschenhandel im nationalen Gesetzgebungsprozess mehr Nachdruck zu verleihen.

 

Weitere Informationen zum Thema findet ihr hier:

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