Russland: Menschenrechte im Vorfeld der Fußball-WM

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Datum/Zeit
Date(s) - 22/01/2018
18:30 - 20:00

Veranstaltungsort
Raum L115

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„Wir wollen die Fußballfamilie einen, jeder Fan wird unsere traditionelle Gastfreundschaft und Offenheit kennenlernen, denn wir beherrschen es in Russland meisterhaft, Gäste zu empfangen.”, so Präsident Putin bei der Auslosung der Gruppenphase am 1. Dezember 2016 in Moskau.

Die 21. Fußballweltmeisterschaft wird im kommenden Sommer in Russland ausgetragen. Das lenkt den Blick vieler auf das Land, die es sonst nur am Rande wahrnehmen. In Russland ist die Vorfreude groß und die russische Führung präsentiert die Russische Föderation als ein weltoffenes Land.

So sehr sich tatsächlich viele Freiwillige mit großer Vorfreude engagiert der Vorbereitung dieses Ereignisses widmen, steht die propagierte Offenheit der russischen Führung in scharfem Gegensatz zu ihrem Verhalten im Alltag, insbesondere gegenüber ihren Kritikern im In- und Ausland. Seit dem Beginn der dritten Amtszeit von Präsident Putin im Mai 2012 ist der Spielraum für unabhängiges gesellschaftliches Engagement in Russland immer kleiner geworden. Vor allem die internationale Zusammenarbeit unabhängiger Nichtregierungsorganisationen wird als gegen den russischen Staat gerichtete „Agententätigkeit“ denunziert. Die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit ist durch gesetzliche Maßnahmen aber auch durch eine willkürliche Praxis der Behörden zunehmend begrenzt worden. Damit wird auch die Arbeit von Amnesty International vor immer neue Herausforderungen gestellt. Die langjährige Zusammenarbeit mit unseren russischen KollegInnen und FreundInnen ist, was gemeinsame Aktivitäten in Russland angeht, zum großen Teil unmöglich geworden. Aber auch die Arbeit in Deutschland ist in den letzten Jahren vor dem Hintergrund schwieriger geworden, als dass es bei uns ein wachsendes Verständnis für das Vorgehen der russischen Führung gegen eine „aus dem Westen finanzierte russische Zivilgesellschaft“ gibt.

Über diese Entwicklungen wollen wir im Jahr der Fußball-WM miteinander ebenso ins Gespräch kommen, wie über die Menschenrechtslage im Nordkaukasus. Hier erreichten uns in den letzten Monaten diesem Frühjahr Nachrichten über die Verfolgung von Schwulen, die uns erschreckt haben.

Darüber spricht: Peter Franck, Sprecher der Amnesty-Ländergruppe Russland

Wann? Am Montag, den 22.01.2018, um 18:30 Uhr.

Wo? Im Raum L115 Seminarzentrum (neben der Cafeteria der Rost- und Silberlaube).

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Weitere Infos: https://www.facebook.com/events/1789618581049697/

Bildquelle: government.ru

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