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Human Rights Lectures, Seite 2

Jedes Jahr im Sommersemester finden die Human-Rights-Lectures an der FU Berlin statt, in dieser Vorlesungsreihe werden von Gästen unter einem allgemeinen Menschenrechtsthema verschiedene Aspekte vorgestellt. Die AG Human-Rights-Lectures organisiert die Vorlesungsreihe, was vielfältige Aufgaben umfasst. So müssen Räumlichkeiten und Technik, Inhalte und Dozierende sowie Werbematerial und Infostände im Vorfeld organisiert werden. Die Arbeit der AG startet bereits im vorausgehenden Wintersemester und setzt sich nach den Vorbereitungen mit der Betreuung der einzelnen Vorlesungen während der Human-Rights-Lectures fort. Insgesamt handelt es sich um eine interessante AG, in der man verschiedene Aufgaben übernehmen und auch eigene Ideen einbringen kann. Eine Übersicht über die Themen der vergangenen Jahre findet ihr in den Artikeln auf der AG-Seite.

Wissen­schaft im Dienste der Menschen­rechts­ver­let­zungen des Nationalsozialismus – Dr. Christl Wickert

In der neunten Vorlesung der Human Rights Lectures sprach Dr. Christl Wickert über Wissenschaft im Dienste der Menschenrechtsverletzungen des Nationalsozialismus. Kernthema ihres Vortrags war das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses, das am 1. Januar 1934 in Kraft trat und die Vorarbeiten des damaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie (KWI), menschliche Erblehre und Eugenik (heute: Ihnestraße 22) bei der Ausarbeitung des Gesetzes.

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PD Dr. Jürgen Altmann

Wie weit darf Rüstungsforschung gehen? – PD Dr. Jürgen Altmann

Was genau unter Rüstungsforschung zu fassen ist, ist schwierig einzugrenzen. Nahezu jede neue Technik wird auch im Rahmen von Waffen und Kriegsführung verwendet, um sich militärische Vorteile zu verschaffen. Wie weit darf Rüstungsforschung gehen? Sind Menschen­rechte und Rüstungs­for­schung grund­sätzlich unver­einbar? Welche Innova­tionen zeigen sich im Forschungs­bereich? Und wie notwendig sind präventive Begren­zungen neuer Militärtechnik?

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Prof. Dr. Norbert W. Paul

Wer kommt mit ins Boot? Zur Rationierung humanitärer Versorgung – Prof. Dr. Norbert W. Paul

Ein globalisiertes Zeitalter zieht auch globalisierte Märkte und, als Konsequenz dazu,
globalisierte humanitäre Verantwortung mit sich. Die Auswirkungen dessen auf die Medizin sind bedeutend groß, denn leider erfolgt die Versorgung aus humanitären Gründen stets unter der Maßgabe künstlich und natürlich begrenzter Ressourcen. Dies führt zu gerechtfertigten
Beschwerden über Ungerechtigkeiten beim Zugang zu Leistungen sowie zu Debatten über Ethik
und Menschenwürde, einem Problem dem sich Herr Prof. Dr. Paul in seinem Vortrag gewidmet hat.

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Ashley Gongaware und Sarah Brockmeier

Researching Human Rights in International Relations and its Practical Implications – Sarah Brockmeier & Ashley Gongaware

Focusing on research experience and methodology rather than results, the session on the 13th of May gave the extraordinary opportunity inside the lecture series to engage in conversation about what researching in the human rights field can look like and what it implies. With input by two guest speakers, Ashley Gongaware and Sarah Brockmeier, the session evolved into a space for in depth discussions with a smaller number of attendees.

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Prof. Dr. Dr. Hilgendorf

Menschenrechte und die medizinische Forschung – Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf

In der fünften Vorlesung der diesjährigen Reihe war Prof. Dr. Dr. Hilgendorf von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zu Gast am Otto-Suhr-Institut. Herr Hilgendorf begann seinen Vortrag mit einigen grundlegenden Überlegungen zum Begriff der Menschenwürde. Nach einer historischen Herleitung der Idee im Rahmen der Aufklärung und der Entstehung der Rechtsfigur als Antwort auf die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, während der NS-Zeit, legte er die verfassungsrechtliche Bedeutung der Menschenwürde und ihre zentrale Stellung im deutschen Grundgesetz dar, wobei er insbesondere betonte, wie wichtig für ihr Ansehen auch der Schutz vor inflationärem Gebrauch des Schutzaspekts sei.

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