Migration: What’s in a name? – Dr. Bilgin Ayata

Bericht 09.06. – Dr. Bilgin Ayatas Vorlesung zum Thema “Migration – What’s in a name?”

Dr. Bilgin Ayata

 

 

Die diesjährige Human-Rights-Lecture-Reihe wurde von Frau Dr. Bilgin Ayata, von der FU-Berlin, eröffnet, die auch im vergangenen Jahr bereits einen Vortrag gehalten hatte. Frau Ayata stellte zunächst die wachsende Bedeutung der Migration für den politischen Diskurs fest und wies auf einige der damit einhergehenden Herausforderungen für aktuelle Politiken hin, wie etwa die Konzepte von Staat, Nation und Gesellschaft.

 

 

Migration – What’s in a name?

Frau Ayata gab in ihrem Vortrag dann Einblicke in Ihre Forschung, in der sie versucht, sich selbst als Wissenschaftlerin kritisch zu hinterfragen und neue Konzepte zu erarbeiten, die eine Reproduktion von staatszentristischem Denken aufheben sollen. Wie aber kann dies gelingen?

Frau Ayata reflektiert dafür herrschende Begrifflichkeiten und Konzepte kritisch auf ihre Stellung im Diskurs und ihren unausgesprochenen Sinngehalt, sowie ihre emotionale Konnotation.

Um die Reproduktion postkolonialer Kontinuitäten, welche sich etwa im Beharren auf der „Staatsgrenze“ als wichtiger Variable fortsetzen, zu durchbrechen, arbeitet Frau Ayata dafür mit Analyseeinheiten, die nicht auf dem Konzept der Staatsgrenze verharrt bleiben, wie etwa internationalen Diasporen und deren diskursprägender Wirkung. Am Beispiel der internationalen kurdischen Diaspora wurde den etwa 30 Zuhörer*innen dabei erläutert, welches politische Gewicht Geflüchteten-Bewegungen entfalten und was wir davon lernen können.

Sie plädierte weiterhin für eine Anerkennung historischer Prozesse und beschrieb Migration als ein natürliches Phänomen, das mitunter große produktive Potentiale für gesellschaftliches Miteinander besitzt. Zukünftige Politik müsse sich deshalb den bestehenden Herausforderungen stellen und die Konzepte von Staat, Staatsgrenze und Migration nicht als unveränderlich darstellen, sondern sich ihrer historischen Verantwortung stellen und in diesem Rahmen humanistisch zu gestalten.

 

 

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